Dokumentation
Den Luftverkehrsstandort Deutschland stärken
Mobilität sichern, Wachstum verantwortungsvoll gestalten
6. Deutscher Luftverkehrs-Kongress
30. November 2010, Berlin
Bereits zum sechsten Mal luden am 30. November 2010 der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) und die Deutsche Lufthansa AG zum Deutschen Luftverkehrs-Kongress nach Berlin ein.
Unter dem Motto „Luftverkehrsstandort Deutschland stärken – Mobilität sichern, Wachstum verantwortungsvoll gestalten“ diskutierten rund 400 geladene Vertreter aus Industrie, Politik und Diplomatie im Haus der Deutschen Wirtschaft. Die hochrangig besetzten Podien verdeutlichten wieder einmal, dass der Kongress eine wichtige Plattform für den Dialog zwischen Luftverkehrsbranche und Politik ist, um gemeinsam Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft zu finden und so den Luftverkehrsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken.
Nach einem turbulenten Jahr 2010, das trotz wirtschaftlichen Aufschwunges durch die beschlossene Luftverkehrsabgabe und die Folgen des Vulkanausbruchs auf Island mehr als getrübt wurde, dominierten die Forderungen der Branchenvertreter nach fairen und effizienten Rahmenbedingungen den Kongress. Der Wachstumsmotor Luftverkehr müsse weiter gestärkt werden und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftverkehrswirtschaft weiter vorangebracht werden. Dazu müsse die Infrastruktur am Boden und in der Luft flexibel nutzbar bleiben und effizient weiterentwickelt werden. Nationale Alleingänge und europäische Insellösungen wie die Luftverkehrsteuer oder das Emissionshandelssystem hingegen belasten die Branche und gefährden den Luftverkehrsstandort Deutschland im globalen Wettbewerb, so der einstimmige Tenor.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle als auch Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer bekannten sich in ihren Ansprachen klar zur Mobilität und zum Luftverkehrs- und Luftfahrtindustriestandort Deutschland. Bei Themen wie den Betriebszeiten und dem Ausbau der Infrastruktur müsse sich Deutschland zwangsläufig den internationalen Gegebenheiten anpassen, so Ramsauer. Auch ist es erforderlich, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland in solche Abwägungsprozesse für den Bau und die Nutzung von Infrastrukturprojekten einzubeziehen, forderte der Bundesverkehrsminister. Folgerichtig werde auch die neue Luftverkehrsteuer 2012 einer ernsthaften Evaluation unterzogen, so Brüderle.




